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η green-3-2011
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Photovoltaikanlagen für Inselbetrieb und Netzkopplung
Photovoltaikanlagen für Inselbetrieb und NetzkopplungDimensionierungenDie richtige Dimensionierung von photovoltaischen Anlagen erfordert eine genaue Kenntnis der Zusammenhänge in diesen technisch relativ komplizierten und aufwändigen Energiesystemen. Oftmals werden zur Bemessung moderne Softwaretools eingesetzt, die zu Grunde liegenden Gesetzmäßigkeiten bleiben für den Anwender jedoch weitestgehend verborgen. Prof. Dr. Sven Bönisch stellt zwei grundlegende Verfahren der Dimensionierung leicht verständlich und detailliert vor. Dimensionierung von PV-Inselsystemen Die Dimensionierung von Inselsystemen erfolgt verbrauchsorientiert. Dazu wird für eine gegebene Last ein Optimum von Generatorleistung (Modulfläche) und Batteriekapazität bestimmt, um auch bei fehlendem Energieangebot die Last sicher versorgen zu können. Dieses Verfahren basiert auf der Verwendung zeitlich abhängiger Einstrahlungs- und Lastdaten und wird deshalb auch Zeitreihen-Verfahren genannt (Abb. 1, Abb. 2). Außerdem müssen die Wirkungsgrade der einzelnen Systemkomponenten wie z. B. Module, Laderegler, Batterie sowie alle Designparameter bekannt sein. Aus den bekannten Daten von Einstrahlungsleistung und Verbrauchsleistung wird die zeitabhängige Energiebilanz an der zunächst noch nicht dimensionierten Speicherkomponente (Batterie) berechnet. Die Generatorleistung (Modulfläche) wird so lange vergrößert, bis ein geschlossener Energiezyklus in dem gewünschten Zeitraum erreicht wird (Abb. 3). Die am Ende eines Tages in der Batterie gespeicherte Energie sollte für einen energetisch optimalen Anlagenbetrieb genauso groß sein wie am Anfang des Tages (Abb. 4). Aus dem Energiehub an der Batterie über den Zeitraum eines Tages kann unter Berücksichtigung der Entladetiefe und bei bekannter Batteriespannung die nominelle Batteriekapazität bestimmt werden. Das gleiche Verfahren wird auch angewendet, um die nötige Batteriekapazität für eine längere Autonomiezeit des Systems zu bestimmen. Dimensionierung netzgekoppelter PV-Systeme
Die Dimensionierung von netzgekoppelten Anlagen erfolgt eher ertragsorientiert. Dazu wird in einem System das Verhältnis von Generatorleistung (Modulfläche) zu Einspeiseleistung (Wechselrichterleistung) optimiert, um einen möglichst hohen Energieertrag
bei möglichst geringen Investitionskosten zu erzielen und damit die Anlage wirtschaftlich optimal betreiben zu können. Zur Bestimmung der Einstrahlungsbedingungen an einem bestimmten Standort werden statistische Daten der Strahlungsleistungsdichte benötigt. Diese können zurzeit noch frei zugänglichen Datenbanken entnommen werden (z. B. PVGIS). Aus der Häufigkeitsverteilung der Strahlungsleistung kann durch Integration die Energiedichteverteilung in Abhängigkeit von der
Strahlungsleistungsdichte berechnet werden (Abb. 5). |
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